Einfach nur sein

Nichts ist, wie es (Er-)scheint

In der Trunkenheit vom Leben, berauscht vom eigenen Sein, kollabiere ich durch das Blendwerk hindurch in die Absolutheit meiner Selbst. Spiel der Lichter, schattenhafte Lebendigkeit und blendender Schein.
Nüchterne Klarheit durchdringt die Benommenheit, mein Herz und die Sicht auf die Welt. Weder hier noch da, zeitlos, raumlos, unkennbar, still und schlicht.
Der, der sieht, braucht nicht zu verstehen, der, der glaubt zu verstehen, der sieht es nicht.

Wogende Gefühle durchdringen ausdrucksstark mein wundersames Sein.
Kommend und gehend verebben sie am Ufer der grenzenlosen Leerheit.
Scheinbar bedeutsame Gedanken der Erkenntnis explodieren in den Raum hinein.
Schillernd wie Seifenblasen zerplatzen sie ins Unkennbare und sind vom Sinn befreit.
Ein wilder, belangloser Tanz der Bilder und Sensationen – ein mysteriöses Schauspiel meines Selbst.

Kein Wissender der weiss, kein Sehender der sieht – nichts ist je passiert.
Manifest im Unmanifesten, offensichtliche Freiheit jenseits aller
Realisation.
Mein Sein ist das, was keine Freiheit braucht, um Frei zu sein – es ist
das, was Freiheit ist.
Im Zustand des zustandslosen Zustands bin ich das absolute, unkennbare
und unvermeidbare einzig Seiende und der Quell meiner Realisation.