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«ES» Im reinen Erkennen dessen

Im reinen Erkennen dessen, was ich bin, lösen sich alle Konzepte über mich und die Welt auf. Sie lösen sich insofern auf, dass sie als das entlarvt werden, was sie sind. Sie sind temporär erscheinende Ideen im Bewusstsein, ohne wirkliche Realität. Realität wäre dann gegeben, wenn sie eine greifbare Beständigkeit hätten. Dies ist aber nicht der Fall. Viel mehr ist es so, dass sie wechselhaft sind und kommen und gehen. Ohne einen Wissenden, sind sie nicht existent. Ist der Wissende abwesend, sind Konzepte abwesend. In dieser Abwesenheit des Wissenden und der Konzepte, ist einfach nur zeitloses (So-) Sein – ohne Bedeutung und Bedingung.

So-Sein erlaubt das Erscheinen aller Konzepte, selbst ist «ES» aber absolute Konzeptlosigkeit. Sein selbst ist dabei aber kein Ding – es ist weder Objekt noch Subjekt. Es ist unerklärliches was-auch-immer. Es scheint seiend zu sein – ist aber nicht etwas Findbares. Alles was gefunden werden kann, ist es nicht (… ist nicht «ES»). Es ist das Wesen- und Namenlose, Unauffindbare das als Sein und Nichtsein in einer scheinbaren, dynamischen Verwirklichung offenbar ist. Nichts erkennt sich dabei in Allem als genau diese scheinbar seiende Ambivalenz. Weder ist «ES», noch ist «ES» nicht. Mit Gewissheit aber ist offenbar, «ES» kann nicht nicht sein.